Vibe Coding & Polaritäten-Analyse

Seit heute schafft die KI in meiner Arbeit Raum für das, was wirklich zählt: der Austausch zwischen Menschen.
Gestern habe ich das erste Mal Vibe Coding ausprobiert. Dabei ist in wenigen Stunden ein Tool für meine Polaritäten-Analyse entstanden.

Die Polaritäten-Analyse setze ich seit Jahren in der Arbeit mit Führungskräften und Teams ein. Die Auswertung allerdings war bisher ziemlich aufwändig: Daten zusammenführen, Verteilungen berechnen, Ergebnisse aufbereiten und visualisieren. Das habe ich jetzt automatisiert.

Und damit werden Ressourcen frei für das, was bei der Arbeit mit Polaritäten ohnehin viel wichtiger ist als die Auswertung selbst: die Auseinandersetzung mit den Ergebnissen.

Denn bei Polaritäten geht es nicht darum, herauszufinden, was „richtig“ und was „falsch“ ist.

„In Konkurrenz zu grundlegenden Fundamenten naturwissenschaftlichen Denkens, lassen sich Organisationen nicht mit der Unterscheidung ‚richtig und falsch‘ denken und lenken.“ (Klaus Eidenschink)

Nehmen wir Kontrolle und Vertrauen: Es gibt auf dieser Skala kein grundsätzlich richtiges oder falsches Ergebnis, auch wenn die Extreme häufig dysfunktional werden können. Und wenn ein Team sich stärker in Richtung Vertrauen bewegen möchte, heißt das nicht, dass Kontrolle keine Rolle mehr spielen darf. Ebenso kann ein Führungsverhalten, das in der Vergangenheit sinnvoll war, für künftige Ziele irgendwann nicht mehr passend sein.

Genau an diesem Punkt setzt die eigentliche Arbeit mit Teams an – nicht beim Auswerten der Zahlen, sondern bei der Diskussion, die daraus entsteht. Für mich sind dabei vier Fragen entscheidend:

  • Wo stehen wir heute?
  • Wo wollen wir gemeinsam hin?
  • Was müssen wir dafür verändern?

Das Tool nimmt mir jetzt einen Teil der Auswertungsarbeit ab. Das ist ziemlich hilfreich, weil dadurch mehr Zeit für das bleibt, worum es in der Beratung tatsächlich geht: gemeinsam verstehen, einordnen, unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen und daraus nächste Schritte entwickeln.

Ich setze die Polaritäten-Analyse inzwischen in unterschiedlichen Kontexten ein – von Führungskultur über Team- und Konfliktkultur bis hin zu IT Project Alignment und Post-Merger- / Post-Acquisition Leadership Alignment.

Ab sofort nimmt mir die KI dabei eine Menge Arbeit ab. Aber nicht die, die wirklich zählt – nur die, die dem im Wege steht.

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